31. Dezember 2007

zurück auf los_

_ohne 4000 Ocken. Komisch, an so nem Tag merkt man, dass jeder von euch doch noch da ist. Und “da” bedeutet näher als ich erwartet habe. Irre. Aber gut. Ich steh dann jetzt endlich mal wieder auf und lass etwas Herzblut aus dem Muskel. Dass sich das wieder mehr verteilt. Da warten drei WG-Silvesterparties. Euch alles Wunderbare, was es abzuholen gilt. moi_

30. Dezember 2007

You`re the one, that I wanted to find_

Es geht vorbei; das Jahr. Wenigstens das. Da lag Schnee. Und auch wenn [oder weil] er der Inbegriff von Vergänglichkeit ist, war s schön drauf zu stehen. Zu wissen, dass Dinge vergehen, muss gut sein. Das zu merken, wird dringend gebraucht.

1670 Titel, Stoff für 4,8 Tage. Und weil gerade der 30. beginnt, gibt es unten 30 der großartigsten Hoch- und Tiefpunkt verstärkenden Titel. Die sind bedeutend, für mich O2. Und weil ihr das auch seid, wird denen Platz eingeräumt. Seh euch seltener als mir gut tut.
Danke für, again, Zuckerbrot und Peitsche, Ohren an Telefon und Herz, Heiratsanträge, abgesandte Post, die mich nie erreicht hat, Besuche und Obdach in jeder Hinsicht. Und wenn es ne Weile kein Lebenszeichen von mir gibt, wisst ihr, dass ich das Korrektiv der Verzögerung brauche – Ihr lasst mir die Zeit, auch danke dafür. Und ihr habt Geduld, wenn ich in nem dunklen Raum bin, jemand vorm Lichtschalter steht und ich statt den Raum zu verlassen; aufzugeben; drin bleib und nen anderen Schalter suche; auch wenn das der schwerere Weg ist.
Ihr wisst, wer von euch gemeint ist. Und in diesem Jahr_ there´s someone more. [Don´t know?! It´s you]_
Get great into the next level, year. siola

EDITORS BONES – HARD-FI_MOVE ON NOW, BETTER DO BETTER, STARS ON CCTV – LINDENBERG/DELAY_ IM ARSCH – JOHNNY CASH_ HURT – KT TUNSTALL_ UNIVERSE & U – MAXIMO PARK_ BOOKS FROM BOXES, APPLY SOME PRESSURE, ACROBAT – ADAM MERRIN_ STILL ALRIGHT – OASIS_ TALK TONIGHT, STOP CRYING YOUR HEART OUT – NUTINI_ LAST REQUEST (HIDDEN ON ALLOWAY GROOVE)- INGRID MICHAELSON_ KEEP BREATHING – WILLIAMS_ KING OF BLOKE AND BIRD – SHOUT OUT LOUDS_ MEAT IS MURDER, HARD RAIN – KATE HAVNEVIK_ GRACE – SNOW PATROL_ RUN – KILLERS_ UNDER THE GUN, MY LIST, FOR – REASONS UNKNOWN – KOOKS_ I WANT YOU BACK, SEASIDE – SUBWAYS_I WANT TO HEAR – WHAT YOU HAVE GOT TO SAY – TOMTE_ DAS WAR ICH – LINDENBERG_ ÜBERHAUPT NICHT MEHR – WAY OUT WEST_ DON´T FORGET ME – THE FRAY_ HOW TO SAVE A LIFE

26. Dezember 2007

feeding on smoke

 

Wenn ich Löcher in das Sofa meiner Mitbewohnerin brenne, weil mir ein Hamburger Macker gerade genau die objektiv richtigen Dinge im subjektiv falschen Augenblick [not yet] sagt, dann ist das meine Schuld. Leicht. Dann hab ich das, was noch übrig ist, zu kitten, mir die Finger zu verbrennen während ich versuche die glühende Asche erfolglos auf feuerfestes Material zu befördern, mit dem Faden den Stoff zusammenzuziehen, als wäre es möglich, ungeschehen zu machen.

Und fast alles lässt sich nähen, stopfen, kleben, versorgen; heilen. Und an fast allem trägt einer die Schuld. Nur die Dinge, für die das nicht gilt, sind die Bedeutendsten. Aber das will der Briefträger nicht analysieren. Der hat davon keine Ahnung, ist der Falsche für den Job. Und der Rio singt drüber. Das hängt alles viel zu sehr in Fetzen, als dass man sich daran festhalten könnte. Und in der Bar in der Heimatstadt, die mich nach ein paar Monaten wiedersieht, kann man ja nun wirklich alles ablesen von meinem Gesicht, nur das nicht. Das weiß der Lindenberg [ebenso wenig überzeugend] – liegt am Kneipenlicht.

Woran es festzuhalten gilt, ist der Schlaf. Wenn der schon so viel Güte zeigt und allein kommt, ohne schlechte Träume. Denn es kommen wieder andere Zeiten. Wochenendarbeit, die man verwünscht und ohne die, das weiß man auch, Narben reißen und man hätte die Zeit, sich weiter an diesem Wahn zu verletzen. Da hat man den Enkeln wenigstens was zu erzählen, die stehen auf Narben und die Geschichten dazu. Und in denen spielen dann auch der Kopf in L.E., der Schatten in Jena und der Mann mit dem Antrag in Hamburg eine tragende Rolle, neben dem Rest, der alles andere als das ist. _Nachtäglich die Hoffnung, ihr hattet wohlgenährte Feiertage.

There’s just one thing that I need to feel
Before I walk away against my will_

16. Dezember 2007

better do better_

Wieder Sonntag. Wieder Winter-Blues. Nur inzwischen ist es auch hier wirklich kalt. So kalt, dass man tiptop WG-Weihnachtsfeiern mit in Thermosflaschen abgefülltem Glühwein, Decke, Schneemaschine und eingeflogenem Wham nicht am Rhein veranstalten sollte.

(Vor allem sollte man bei dem Wetter nicht aufs Radfahren bestehen.) Dennoch wurde das heut gemacht. Obwohl bald die Füße nass werden, weil Hochwasserstimmung. Gestern: Kino (Nichts als Gespenster – Anschauen! – Ihr kennt meinen stilsicheren Filmgeschmack.) und abends Abstecher ins Touristengenährte Früh. Soll also keiner sagen, that I don`t try my really best – I do. [no longer: "hiding from my friends, hiding from the world, hiding from myself"] Nur: So ein Aal hat sich das ja nun auch nicht ausgesucht, sich derart zu winden. Der kann nicht anders.

say something_

6. Dezember 2007

how to save a life_

Drei Monate in Köln sind rum. Und nach den vergangenen Beiträgen habt ihr euch einen vor (nahezu) vollständigen Sätzen und unverschlüsseltem Dasein nur so strotzenden Eintrag verdient. Der fällt nur zufällig auf den 6. Dezember. Denn wenn eines schwer zu ertragen ist, dann die Tatsache, dass die Menschen, je älter sie sind umso mehr auf den Nikolaus abfahren. Was das angeht, bin ich jung geblieben. Ein Summary der vergangenen drei Monate nach Schlagworten:

Kopf (Arbeit): Deshalb bin ich hergezogen. Und die Monate waren so stressig wie schön. Der große Respekt ist nach wie vor da. Die ARD-Premiere in Berlin war schlafarm und erfolgreich. Das Fliegen war wieder mit im Spiel. Ab jetzt können die Flüge nur entspannter werden. Der Satz mit dem Wohlfühlen wie die Kuh in Indien gilt nach wie vor. Und im besten Falle komme ich drüber weg, dass ich ab Januar erstmal für ne andere Lady arbeiten werde (die im Verhältnis eher den Ruf eines verruchten Mainstreem-Quoten-Weibs hat). Die wird keinesfalls so stolz und großartig sein wie die Dame in Ddorf, called „hart aber fair“. Aber umso mehr weiß man die Homebase hinterher zu schätzen. Und zu der wird immer wieder zurückgekehrt.

Füße (Köln):
Früher die ungeschlagene Stadt. Nicht unbekannt, aber damals nie das Gefühl gehabt, dort zuhause zu sein, wenn man den Dom von der Autobahn aus von Weitem schon sieht. Jetzt ist das so. Inzwischen hab ich sie samt Urinaroma in den Bahnstationen und all den dreckigen Geheimratsecken lieb gewonnen. Die Stadt ist mir ans Herz und Kölsch an die Kehle gewachsen. Dass die Koffer hier mal wieder gepackt werden müssen, liegt in weiter zeitlicher und gedanklicher Ferne. Und die Tatsache gefällt. Zwei Worte zur Paula: sie kocht wenn ich zu faul bin und wir spielen uns gegenseitig die Lieder vor, die auf unserer Beerdigung gespielt werden MÜSSEN. Etwas krank, aber ein smarter Spleen. (Wir beide haben festgestellt, dass das für unsere Gäste ein sehr langer Abend werden muss um alle Musike rauszufeuern. Da müssen dann alle durch, der Tote darf entscheiden.)

Magen (Bauchgefühl): Alles zusammen muss sich keiner Sorgen machen, denn dazu gibt es pas de Gründe. Der Magen streikt ab und an bei Stress und wenn er anders denkt als Kopf und Herz, aber es wird besser. Und das Bauchgefühl schreit in Tinnitus fördernder Lautstärke nach Stolz und der wird jetzt zurückgeholt.

Herz (Musik): the closest of you, know: ohne geht’s für mich nicht_ ein Laster. Und es sind mehr Lieder als für möglich gehalten, die hier den Soundtrack machen. Mit von der Partie: ne Menge Briten, die mir very much (spoken much) ans Ohr gewachsen sind und ein paar Amerikaner, die an manchen Tagen die Farbe machen und mich die übrige Zeit weich landen lassen. Und dann auch noch Tomte. Zu wenige Ohren für so viel bewegende, bedeutende, großartige, atemberaubende, relevante Musik auf dieser Welt.

Sofern den einen oder anderen die Zwischentitel auf den Gedanken der Anschaffung eines Organspendeausweises gebracht haben: Machen.
There´s nothing left to say, so: Maulhalten meinerseits.