26. Februar 2008

„Er liebte die Straßen, die sich so bogen, als wollten sie wieder heim.“

„Man muss spielen mit der Schwere und so tun, als sei es leicht.“

„Das ist überhaupt das Schlimmste, merken zu lassen wie man gestimmt ist. Wenn er zugäbe, wie und was er dachte, wäre er verloren. Weggefegt würde er vom Hohn, von der Verachtung derer, die den Ausschlag geben.“

„Das ist das Komische, sobald man weint, hat man das Gefühl, jetzt täusche man nichts mehr vor. Sobald du weinst, spürst du, jetzt reagierst du auf die Welt, wie es sich gehört. Angemessen. Verhältnismäßig.“

„Nicht, dass diese Welt nicht schön wäre, sie ist nur unerträglich. Man musste sie, um sie erträglich zu machen, zwingen, einen weißen Schatten zu werfen. Das ging, wenn überhaupt, nur schriftlich.“

„Man legt den Hörer viel leichter auf, wenn man sich und dem anderen vormacht, dass dies nicht das letzte Gespräch gewesen sei.“

„Man könnte. Aber man kann nicht.“

„Ich werde nicht sterben, dachte er. Mein Tod fällt aus wegen Unvorstellbarkeit.“

„Ich meine diesen Schrecken, wenn du auf die Uhr schaust, und es ist immer noch halb drei und du hast gedacht, es sei wenigstens schon halb fünf. Das ist mein Zustand.“

„Erst wenn er etwas kennt, existiert es.“

Über Bande – this time: M. WalseR

15. Februar 2008

421 Kilometer_

Das Umsehen fällt schwer weil der Hals derzeit streikt. [Denn sonst kann ich das nämlich wieder sehr gut mit Sternchen.] Ich nenne das Gliederschmerzgedöns, Halsgeschnodder und Kopfschmerzquatsch – der Arzt würde es wohl kurzum gepflegte Erkältung nennen. Aber man gewöhnt sich ja an diesen Zustand. Und weil der letzte Tag bei RTL mit Kuchen und sonstigem Gedöns-Ausstand hinter mir und meine lang ersehnte und dringend benötigte freie Woche vor mir liegt, genieße ich die auch. Wenn auch auf dem so genannten Zahnfleisch. Heute geht es in die Heimat mit Wiedersehenshoffnung einiger Erfurter, Leipziger und sogar Potsdamer Hauptwohnsitzinhaber. Und der Mann im Ohr ist, wie immer bei diesen Fahrten, Heimatfetter Clueso. Der hat mir gestern abend die krankheitsbedingte Langeweile genommen und im Herzen

dat Ding heimgebracht beim Songcontest. Immer versauen es einem diese lack- und ledergehüllten Mitt-30er Rocker. Pah. Hmpf. Tz. Wie bezaubernd, smart und großartig das Thüringer Qualitätswerk war: aqui

In diesem Sinne – ein sonnenbestrahltes Wochenende. Cheers.

5. Februar 2008

Von besungenen Krankheiten_

Karneval neigt sich dem Ende. Und ich habs mit steter Arbeit umschifft. Genau betrachtet, haben mir die mit Erbrochenem überzogenen Hauswände Morgens, Feuerlöscherschaumgetränkte U-Bahnstationen und Guinessbuchrekordverdächtige Menschenstapelungen in der S-Bahn inklusive Alkohol in der Morgens-halb-Zehn-in-Deutschland-Luft genügt. Deshalb danke an die Erfurter, die mir einfach mal sponatan ihr Beileid bekundet haben, denn ihr wisst – das heißt Fasching und Helau.

Ansonsten klaut mir mein Arzt ständig Blut und ultraschallt an mir herum. Mit einem Ergebnis – das alles enthüllt. Das erklärt den gesamten bisherigen Lebenslauf, ganz klar. Deshalb hier dank Freunden der Mann, der wusste das immer schon – Funny van Dannen.

C`est moi.