25. Mai 2008

auf einer skala von eins bis zehn bist du die skala

 Die Sache: das Gras, das Gießen und der Aufsitzrasenmäher. So könne man überwinden. Aber Sicherheit ist relativ. Und aufnahmefähig soll muss man dann auch stets bleiben – weil einem ein zweites Wunder begegnen könnte. Das andere bleibt vor Augen. Schließlich sind die Schuld. Heute also erneut ein Sonntag, mit smartem Vorlauf: baumelnde Seele in Form von Füßen 

und quantitativ hohes Treppensteigen in höchster sportifer Qualleität - Dombesteigung II. La Hansen hat der Stadt die Hand geschüttelt und die ersten Umzugskisten des MDR vorbeigebracht. Sehr nett von ihr, wie ich finde. Fast hätte ich heute den SPIEGEL vom 07.03.1956 gekauft. Aber Vernunft und Dispo setzen Grenzen. Ansonsten ist alles eine relevante 7. Doch die fehlende 3 ist bedeutend. Kleine Zahlen muss man nicht nur beim Grand Prix zu schätzen wissen. An den Gedanken muss man sich auch anderswo gewöhnen: weil dem Konzept Substanz und Realismus fehlen und weil Hamann-Ähnlichkeit nicht automatisch ähnlichen Erfolg bringt. Was bleibt am Ende von der Sache: der Aufsitzrasenmäher.

6. Mai 2008

dass man weiß, dass man drüber hinweg kommt, wie man früher einmal war_

Das ist doch erst zwei Tage her, da sah alles ganz bezaubernd perspektivreich aus, die Qual der Wahl auf hohem Niveau. Jetzt fühlt man sich ausgelaugt, schwindelig von Karusellrunden, als befände man sich seit Stunden in der Warteschleife, hört ein Klackern, wähnt sich am Ziel und hört dann doch wieder nur diese absurde, Aggressivität fördernde Hold-the-line-Stimme. Es erscheint, als müsste man das momentane Befinden in ein Statement gießen. Nur verbietet einem der Weitblick, das Mobiltelefon symbolisch mit einem Hammer zu zertrümmern; das ausgeprägte Rechtsempfinden verhindert, die Unzufriedenheit mit Edding an die Wand zu hauen; und der Sinn für Ästhetik hemmt, das Wort Rückgrat auf die Wirbelsäule zu tätowieren. Und so fliegt die Verdrossenheit lediglich nächtlich in Form einer Zweimannarmee von Bierflaschen vom Balkongeländer. Und doch weiß man: morgen scheint dem Rhein aufs Neue die Sonne aus dem Arsch. Und man unternimmt erneut den Versuch und wählt, in der Hoffnung, am Ende der Warteschleife meldet sich irgendwann einmal die innere Stimme, die sagt wohin, wozu und wie.

“seit 5 Jahren halt ich mein herz in kochendes wasser, doch es scheint nichts zu nützen, denn so abgebrüht bin ich noch lange nicht.”

4. Mai 2008

wenn zeit in geschichte über geht

zurück im mütterlichen journalismusschoß. alles wie früher. alles anders. warm ums herz. gutes wetter. erste bräune. freie tage. gute aussichten. einige hürden. ziel: drüberspringen. gewohnte zweifel. entkräftet durch rampensaudabereitschaft. ein freund läuft 42 kilometer. ich erhöhe die gewichte. alles gut – aber nicht langweilig leicht. kopflos in köln, weil ebendieser in l.e. weilt. ein anruf aus conny island hebt die stimmung; ist bedeutend. konzert live durch glasfaser. ein rat zur freundschaft. definition von chance. wille zum neustart. weltlachtag: was bringt zum lachen? – anneke kim sarnau - wie kann man derart lachen ohne dem vorwurf der künstlichkeit aufzuliegen? – so - reinhören. diplomatie bei der bier- und talkshowwahl. jauch bei will. kräutergarten auf dem balkon. ende.