31. Oktober 2008

Lebenzeit in Warteschleifen

Telefonieren bedeutet (optimal) Begrüßung – Frage – Antwort – Verabschiedung.
Oft hört es sich aber ganz anders an: Begrüßung – Frage – Warteschleife – Vertrösten bis zur Antwort – Warteschleife – Vereinbarung eines Rückrufes aus Ermangelung an Wissen auf der Gegenseite – Verabschiedung.
Warteschleifenmusik kann dabei vieles sein: Offenbarung, Denkpause, Tinitusauslöser. Deshalb hier ein Ranking:
4. Unity Media: : Techno
3. Bundesministerium für Umwelt: Waldgeräusche inklusive Tinitusvogelgezwitscher
2. Die Kreditkartensperrhotline der Deutschen Bank: Stevie Wonder “I just called to say I love you”
1. Die Mutter aller Musiken “Gema”: Abba “thank you for the music”.

29. Oktober 2008

Nachtschicht

Am Tag für die Zahl (Geld für das Brot), in der Nacht für den Kopf (Liebe zu den Zeilen).
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

27. Oktober 2008

Leitplankenmonotonie

Ein langes Wochenende in der Heimatstadt. Dort, von der Welt verschluckt, drei Tage kuriert – von der Arbeit, vom Fehlen der Wurzeln, vom Führen eines eigenen Haushalts. Noch immer geblieben: das Brückenschlagen in diejenige Welt, in der gerade nicht verweilt wird. Man trägt Sorge, das andere Leben könne nur eingebildet sein. Dann hält man kommunikativ alle Teller in der Luft. Und hat die Autobahn einen erst zurück getragen, gehts einem mit der anderen Welt genauso. Ein Zustand, den es schätzen zu lernen gilt. Ich kann das, nur nicht gänzlich ohne Wehmut. Gut so; nicht leicht.

23. Oktober 2008

Wenn die Kerze an beiden Enden brennt

Bestattung eines Hundes auf dem Weg zur Arbeit gelesen. Dort angekommen, nicht geschafft in den Tag zu kommen, sondern zwischen den Zeilen weitergelebt. Ein surrealer Tag in einer Verfassung, die unangemessen, verzerrt und subtil ist. (eine Laune oder die erste ehrliche Stimmung seit Langem?) Draußen: alles viel zu kalt als dass es einem warm ums Herz werden könnte. (Heizen bringt keinen Aufschwung) Am Wochenende eine Stunde mehr Zeit um die Sätze im Kopf zu Papier zu bringen. (Die Gnade der kalten Jahreszeit)

16. Oktober 2008

“Du nennst das Pathos, ich nenn es Leben.”

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Mitte Oktober: ein goldener. Wenn man Langzeitstudien erheben will und die Umstände machen nur unregelmäßige Stichproben möglich, kann ich dem erstmal nur mit Unverständnis begegnen. Und dann die Erkenntnis: das sagt allein ganz und gar nichts über Qualität aus. So ist das mit Freundschaft, ein erhabenes Gefühl, basta.

Ansonsten macht sich Unzufriedenheit über bestehende Unzufriedenheit breit, weil man sich doch eigentlich glücklich schätzt. Als müsste an einem Rad gedreht werden und man weiß nicht an welchem. Ich suche weiter.
Mehr machen, besser machen, Tomte hören (Pflaster).

14. Oktober 2008

gerissene Saite

Eine Nacht für eine Stelle: 3Minuten10, Track10.
Eine gerissene E-Saite.
Aktien muss man auch verkaufen können, wenn man weiß, dass sie nie Gewinn bringen werden oder gar nur Verluste.
Ein geplanter Flug für den ersten Tag im neuen Jahr.

12. Oktober 2008

REICHtum

Wenn ich Marcel Reich-Ranicki nicht ohnehin schon in mein Herz geschlossen hätte, wäre heute der Tag, an dem ich das nachholen würde.

11. Oktober 2008

Analogie

Ein Unfall in Österreich.
Ein Songtext von Tomte:

“ich erschoss einen faschisten in schöna
nur um ihn sterben zu sehen
vielleicht hat er es nicht verdient
doch jetzt kann er die andere seite sehen
es hat mir so viel ausgemacht
wie dem schlachter das rind
ich habe den applaus gespürt wie einen heisser geiler wind”

„Du fällst immer schneller wie Geschwindigkeit gut tut“

Schönfärberei  hält Einzug.

Gestern Abend mit keinem geringeren Beschluss eingeschlafen als dem, alles gut, besser zu machen. In der Nacht gegen 2 Uhr auf dem Balkon gestanden und den Bewegungsmelder der Straßenlaterne aktiviert (er nimmt mich wahr und ernst). Den eigenen Atem unter klarem Himmel sehend zur Erkenntnis gelangt, dass Feigheit ein Gegenteil vom Plänemachen ist.
Heute Morgen dann ergänzend den Mut, den Masterplan im Auge zu behalten mit weißem Tee begossen und –siegelt. Scheitern ist mir nicht fremd. Und die Verfolgung gesteckter Ziele bietet latent Nachschub dafür; oder…eine Möglichkeit alles gut, besser zu machen.