31. Oktober 2009

salt on jacket

question
(via)

Poisel, Knyphausen und Ostertag haben heute unerwartet das Herz viermal gefaltet und mit einer Schere Rauten reingeschnitten, sodass beim Aufklappen so ein Tischdeckenpapier mit Muster erkennbar wurde, wie man es früher als Grundschüler mühsam gebastelt und dann stolz der Mutter geschenkt hatte, die es dann irgendwann in der Schublade neben den anderen Geschenken – dem selbstgebastelten Aschebecher aus Ton (Nichtraucher) und die bunt bemalte Brezel aus Salzteig – verstaut hat. Unangenehm schön; so ein Moment.

30. Oktober 2009

Vollmilchschokoladenwochenendschicht

yes, weekend
(via)

Nach einer Woche, die vor Unipräsenz nur so geplatzt ist, winkt nun schüchtern das Wochenende hinter der Backsteinmauer hervor. Und was man nicht alles so erleben, unternehmen, realisieren und verändern könnte, in diesen zwei Tagen. So ein Wochenende ist ja wie die Vollmilchschokoladenschicht zwischen dem Doppelkeks, wie der dritte Teil von Stirb Langsam und wie der Geruch von frisch gemähtem Rasen in der Großstadt. In diesen zwei Tagen könnte man ausschlafen, bei Ikea Duftkerzen kaufen, im Bett liegend Sitcoms gucken, Einkaufen gehen, joggen oder aber auch die Wohnung aufräumen, die Wände bunt streichen, die Wohnung vermessen, Grünpflanzen umtopfen, Kuchen backen, den Vorratsschrank aufräumen oder Kürbisse aushöhlen. Aber nein, obwohl ich all das mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso nicht getan hätte, macht es doch traurig, dass ich dafür nicht die Zeit haben werde. (Das übliche Man-weiß-es-erst-zu-schätzen-wenn-mans-nicht-kriegt-Dilemma) Denn in Dortmund warten an beiden Wochenendtagen acht Stunden darauf, in einer Weiterbildung totgeschlagen zu werden. – Die Situation scheint verfahren und ausweglos. Und eine Frage kratzt an der Hirnrinde:

macgyver
(via)

26. Oktober 2009

legen… [ wait for it ] …dary

the yellow and the blue
(via a, b)

Wenn man eine Studienarbeit schreibt, gilt es bekanntlich gewisse Vorkehrungen zu treffen:
1. Kaffee
2. Ration Obst
3. Ration Zartbitterschokolade
4. Tee
5. Mails nur zweimal am Tag checken
6. Thema finden
7. Heizung auf Funktionstüchtigkeit überprüfen
8. Alle Uhren aus dem Blickwinkel entfernen
9. höchstens 2x pro Stunde Freunden SMS schreiben um sich abzulenken
All das habe ich bereits getan. Und es sind ja auch schon 20 Seiten mühevoll zusammengeschrieben. Nur eine Sache habe ich bisher versäumt, werde sie aber nachholen:
10. Bestellen der Staffelbox “How I met your mother” (Für die Pausen zwischen dem Schreiben, sofern das Schreiben dann nicht auf die Länge von Pausen verkürzt wird.)
Wer einmal die deutsche Fassung der Serie sehen hören musste, dem kann ich eine Abneigung dieser bezaubernden, großartigen, merkwürdigen Serie mit Liebe zum Detail gegenüber nicht verübeln. Denn die Synchronisation hat nahezu jeden grandiosen Witz zwischen den Zeilen: kaputtsynchronisiert. Solltet ihr die Serie allerdings im Original in die Hände bekommen: ANSCHAUEN! It’s gonna be…

25. Oktober 2009

Katertag

Sonntage sind schöne Tage, weil da weder Versicherungsvertreter noch GEZ-Kontrolleure noch Staubsaugerverkäufer vor der Tür stehen. Man fühlt sich nicht gezwungen, in die vollen Innenstädte zu tingeln um die Wirtschaft anzukurbeln und im Fernsehen kommen nicht diese Reality-Dokus in denen sich der arbeitslose adipöse Gabelstaplerfahrer Jörg mit seiner dauergewellten Frau Helga lautstark über deren käuflichen Erwerb einer unnötigen, kitschigen Porzellanvase aus dem China-Souvenir-Fachgeschäft streitet und sich aus Rache ein Playstationspiel kauft, ohne eine Playstation zu besitzen.
Deshalb sind Sonntag schön, besonders wenn sie 25 Stunden lang sind. Da hat man auch Zeit, im Internet nette Videos zu finden. Hier einer davon, geklaut vom Niggemeier:
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Hach, Haustiere sind was Feines.

24. Oktober 2009

Schwarz auf Geld

schwarz-auf-geld

Wenn Guido Westerwelle über Umwelt- und Sozialpolitik redet und aus seinem Gesicht Worte wie Solidarität springen, muss ich irgendwie an Vollmilchschokolade mit Erdnüssen im Wasabimantel drin denken. Erwäge, diesen Blog farblich zu überdenken.

Über kurz oder lang

Man fühlt sich ein wenig extrem unwohl und zieht ein Auswandern in Betracht, wenn das der künftige Gesundheitsminister sein soll. Okay; dass Cherno Jobatey seit Jahren weiter moderieren darf, ist nur gerecht – Gottschalk darfs ja auch. Aber das Ministerium für schlechte Witze hat ja auch weniger Relevanz.
In der Hoffnung, dass noch ein paar Folgen der Cosby Show die Unruhe über Nacht in Frieden verwandeln, wird sich jetzt erst einmal zurückgezogen. Zur Not muss der von mir so gemochte Pathos herhalten. Und das in Form des längsten Albumtitels, der mir bisher begegnet ist: “There Is An Ocean That Divides And With My Longing I Can Charge It With A Voltage Thats So Violent That To Cross It Could Mean Death” – Großes Kino, das.

P.S. 40.000 Besucher geknackt – und ich so ‘yeah’.

21. Oktober 2009

The Killer in me is the Killer in you

drehung der erde© scp

Dass ein Tag so seltsam kitschig beginnen, so stressig verlaufen und so sehnsüchtig enden kann. Tz. Den gesamten Tag ernsthaften Stress beim Journalismusspielen in Dortmund gehabt. Wenn schon Rotieren, dann doch bitte für wirkliche Arbeit in Düsseldorf. Fehlt nur noch, dass mir einer sagt, der Sänger der Editors hätte ne zu pathetische Stimme. Was spricht denn bitte gegen Pathos? Thees nennt das Leben.
Zumindest haben die Smashing Pumpkins die Heimfahrt erträglich gemacht. Passt ja auch, so kurz vor Halloween.

19. Oktober 2009

Frühstart

kekse© scp

Man hat aus Versehen Kekse gebacken. Und das aus Versehen zu früh und irgendwie aus Versehen auch zu viele. Ist wohl in der Euphorie über die schnelle Genesung passiert. Hmpf.

18. Oktober 2009

Ameisen aus Eis

pfefferminztee© scp

Die männliche Gehirnhälfte läuft auf Hochtouren und mit ihr das Unvermögen, Schmerzen zu ertragen (Spötter mögen das Jammern nennen.) Man ist krank und ein Heer von kleinen Ameisen aus Eis rennt mit spitzen Speeren durch meinen Kopf und feiert eine Schaumparty mit Topfschlagen und Dartspielen. Also ungefähr so halt. Und es ist schwer vorstellbar, dass ich je wieder Licht und Bewegung und Kälte werde ertragen können, auch wenn es die Erfahrung anders lehrt. Ein bisschen sterben halt grad.