30. November 2009

Was mit Medien

Da passieren ja Dinge in diesen Tagen, die einen über den eingeschlagenen Berufsweg beim Fernsehen im Allgemeinen (GEZ-Vertreter, RTL, Cherno Jobatey) und bei den Öffentlich-Rechtlichen im Speziellen (ZDF-Verwaltungsrat) grübeln lassen. Letzteres fasst passender Weise ausgerechnet die ZDF-Mediathek doppeldeutig gelungen zusammen:

Umso beruhigender, wenn man am Samstag bei der Arbeit neun Stunden lang, trotz des generellen Gefühls des Freizeitdiebstahls, das gleiche Glänzen in die Augen tätowiert bekommt, wie damals, als man das erste Mal miterlebt hat, wie Fernsehen gemacht wird. Und das alles in einer Kulisse, die keine andere Wahl ließ, als die Kamera an die Hände zu tackern und immer wieder zu versuchen, alles zu streifen, was an Augenblick konservierbar ist, obwohl man nur geschätzt 32% allen Zaubers vor dieser gottverdammten Vergänglichkeit retten kann.

27. November 2009

Ungefähr so


(via)

Das wäre im Prinzip schon Grund genug, aus Frust Zucker in sämtlichen Aggregatzuständen zu sich zu nehmen; Lebekuchen im Minutentakt zu vertilgen und das Ganze dann mit Glühwein runterzuspühlen. Es herrscht die Überzeugung vor, das würde glücklich machen. Einen Versuch wäre es allemal wert. Aber ein bisschen warm ums Herz wird einem ja schon bei Bildern wie diesen:


(via)

(abgesehen von der wahrscheinlich siebenstelligen Stromrechnung)

26. November 2009

Black Friday – Empty Purse


(via)

Amerika nicht zu mögen, ist wie Fernsehen scheisse zu finden. Kann man machen, ist aber doch recht einfältig. Geschmacksverstärker sind nur zweckmäßig wenn man Geschmack hat. Und Amerika steht für durchaus großartige Dinge: Elvis, Oreo-Kekse, Stolz, einen Traum, große leuchtende Städte und heute wieder: Thanksgiving. Darauf kann man schon neidisch sein. Eltern, Tanten und Onkels, Großeltern und Geschwister sitzen am Tisch und stimmen ihre Körper auf die Jahreszeit der erhöhten Kalorienzufuhr ein. Und die dicken Kinder rennen mit Pudding um den Tisch und heulen wenn er klatschend auf dem Boden landet. Für die Hunde wird der Teppich zum Paradies, sodass der Bauch irgendwann den Boden berührt. Und auf dem Tisch und in den Augen glänzt es zufrieden. Zugegeben, meine Vorstellung von Thanksgiving kommt glorifiziert daher. Aber als Kind hat man sich das immer so vorgestellt und die amerikanischen Sitcoms haben dieses Luftschloss mit Sauerstoff angereichert.

Hier in Deutschland bleibt von Thanksgiving nur Eines: Cash. Denn viele Händler versuchen inzwischen am „black friday“, dem Tag nach Thanksgiving, auch hierzulande das Weihnachtsgeschäft mit Rabattaktionen anzukurbeln. Richtig konsequent ist in Deutschland bisher nur Apple. Wer also gern Teil dieser nerdigen aber doch stylischen Technologiesekte werden will, sollte morgen mal auf die Homepage schauen. Auf Mac Books und I-Phones (hach) wird es wohl 100 Euro Rabatt geben.
Verdammt, bin doch nur ein kleines Mädchen, dessen Augen beim Anblick von schönem teuren Technikgedöns funkeln. Damn.

25. November 2009

Stromberg wrackt ab

Bei der Capitol-Versicherung wird entrümpelt. Und hätte man a) kein NRW-Ticket b) das nötige Kleingeld und c) eine Abneigung gegen Umweltschutz im Allgemeinen wäre man beinahe gewillt dieses Requisit strombergschen Humors für den guten Zweck zu ersteigern und damit vor Uni und Arbeitsplatz aufzuschlagen. Man könnte sich einen Fuchsschwanz an den Innenspiegel hängen und sonntags zwischen Hummer und Ferrari auf der Düsseldorfer Kö cruisen. Man müsste das Wort Stil neu definieren.

23. November 2009

Materialfehler


(via)

Den Tag zwischen alten Kleidern im öffentlich-rechtlichen Kostümfundus zugebracht. – So viel Geschichten und Gerüche gestopft in so wenig Raum. Den Abend über den Linoleumgepflasterten Fluren eines stillgelegten Krankenhauses gehetzt. In der Nacht mit Blick in den verdreckten Rückspiegel weggedöst. Und am Morgen an der Herstellung eines guten Kaffees ob Materialfehlers gescheitert. Ein neuer Tag. Die Sonne scheint (heut keine Lust auf Präsenz zu haben).

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

21. November 2009

Teilchenentschleuniger


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Pi mal Daumen gerechnet, ist 2009 Geschichte. Faktisch ist die Liste der Dinge, die noch in diesem Jahr abgehakt werden wollen viel zu lang. Bei dieser Erkenntnis bleibt nur: Kapitulation in Würde. Dass hier in der Hauptstadt NRWs die Weihnachtsmärkte gefühlt bereits am 19. September öffnen, kommt da entgegen. Endlich wieder Budenzauber inklusive Räuchergeruch, Holzfiguren aus dem Schwarzwald und Glühwein mit Zuckerschockgarantie. – Und das bei 17 Grad Celsius. Merkwürdig, dass noch keiner die Marktlücke „Glühwein-Eis“ für sich entdeckt hat.

19. November 2009

24/7

week

Links: die normale Woche. – Rechts: meine. Ich muss wohl was falsch machen.
“Irgendwas läuft da schief gerade. Ich weiß nur noch nicht was.” – Ein Satz für die Ewigkeit.

17. November 2009

“Das Leben ist ein Kopfschmerz und es wird Zeit, dass du ihn spürst.”


(via)

Veränderung stinkt. Das war schon damals so, als man nach den Sommerferien am ersten Tag auf dem Gymnasium das alte Salamibrot aus der Tupperdose pulte und sich angesichts aller Facetten der Farbe Grün wehmütig an die Grundschulzeit erinnert hat. Dabei hat so vieles Potenzial, besser zu werden. Vielleicht sollte man einfach immer Parfüm dabei haben.

11. November 2009

Boissy-Avec-Avoir

photograph
(via)

“Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.”*