31. Januar 2010

Blue Ribbon

27. Januar 2010

Schwarz-Weiß-Malerei

essen

Alle sind so sehr damit beschäftigt, dass es gut geht und vergessen dabei zu schätzen, dass es überhaupt geht.

rolltreppe

25. Januar 2010

Rückgratwanderung

bottle

Nachts, kurz vor Vier bohrt sich ein Satz ins Hirn und zwingt den Magen, Akkordeon zu spielen. Man zieht Konsequenzen und sich zurück. Gute Dinge bewusst zerstören, weil sonst noch viel mehr kaputtgeht. Schwere Vernunft. Verweigerung, mit dem Zählen wieder von vorne zu beginnen, weil alle guten Dinge am Ende nicht Drei waren. Kapitulation. Das Wetter: entspricht.

16. Januar 2010

Brennweite

fisch I

Man kann sich von seinem Geld ja Flachbildschirmfernsehgeräte, iPhones oder teure Klamotten kaufen. Tut man aber nicht. Stattdessen werden große Träume realisiert, die früher utopisch waren. Dieses Objektiv wird mit dem Pfefferspray und Leben verteidigt.

fisch II
fisch III
fisch IV
fisch V

Außerdem wurde gespendet. Komisch, wenn man plötzlich ganz persönlich in Sorge ist, dann aufatmet, weil der Boden am anderen Ende der Insel keine Risse abbekommen hat und dann will man direkt irgendwie helfen und: spendet. Inzwischen gibt es zahlreiche Aufrufe. Und es ist vielleicht wirklich einfach so, dass jede Spendengala, und seien auch immer André Rieu und die Ferres zu Gast, ihre Daseinsberechtigung hat, solang etwas Geld zusammenkommt.

13. Januar 2010

Ein Versuch

ddorf

Landeshauptstädte sind wie die Bahncard 100 – Man darf ohne Wartezeit an den Extraschalter bzw. wiegt sich in der Sicherheit, dass alle umwerfenden Bands, sollten sie auf Tour gehen, auch hier für einen Tag ihr Domizil beziehen. Man mag diese Städte bereits als Kind, weil sie meist die Existenz eines Zoos garantieren, in dem es mit Helium gefüllte Delphinballons zu kaufen gibt. (Düsseldorf hat keinen Zoo – aber das soll an dieser Stelle unerwähnt bleiben. Denn diese Zeilen haben nur eine Motivation: Düsseldorf wenigstens ‘ganz okay’ zu finden.) Im Jugendalter findet man Landeshauptstädte super weil sie im Radius von 200m mindestens drei H&M- Geschäfte garantieren. Düsseldorf hat – entgegen meiner bisherigen Schwarzmalerei – folgende gute Seiten, die ich nach einer kurzen Nacht notiert habe und nun formschön zusammenfassen werde:
- die Lage am Rhein
- einen Fußballverein, dessen Vereinsfarben mit Rot-Weiß an die Geburtsstadt erinnern (gut: Köln auch, aber naja)
- Trinkhallen, die so liberal sind, dass sie auch Kölsch verkaufen
- hmm, einen Internetanschluss
- eine bezaubernde, aufstrebende Firma
- (dieser Punkt stand als Erstes fest und ist auch der Grund für meine Bemühungen, die an dieser Stelle als vorgegriffenes Geburtstagsgeschenk verstanden werden wollen): einen feinen ‘Kollegen’, den es in Köln sicher nicht gibt.
Ehrlich gesagt, hat man bisher viel zu wenig Zeit investiert in diese Stadt um ihr gegenüber eine Haltung einzunehmen, die von unveränderlicher Abneigung zeugt. Vielleicht huschen wir – ich und Düsseldorf – noch ein wenig gedankenverloren und mit Kopfhörern in den Ohren aneinander vorbei, bis wir uns gegenseitig gut finden.
So und jetzt der Gisbert:
“Ich trag den schwierigen Stempel der Stadt auf der Stirn. Es dauert nicht mehr lang und er brennt sich mir ins Hirn und statt Haare wachsen mir wundervolle Flausen aus dem Kopf.”

10. Januar 2010

KulturEssenZ

ruhrmuseum

Wenn man nicht sowieso schon gern im bevölkerungsreichsten Bundesland leben würde, dann gäbe es seit heute einen feinen Grund mehr. Ein wenig beschämend, dass erst so ein Titel übergestülpt werden muss bis man mal die Augen öffnet. Angenehm bodenständig, das, was andere an Baustelle erinnert, Kultur zu nennen und altes Metall nicht abzutragen sondern zur Lichtinstallation werden zu lassen.
Lieber Kohle im Gesicht als Blattgold auf der Currywurst. Düsseldorf, fühl dich angesprochen.

7. Januar 2010

Zwischenfazit

drei jahre magmatronic

Dieser Blog, der anfangs nur eine wage Vorstellung von einer Idee war, dann akribisch konzipiert wurde um wieder vollkommen umgeworfen zu werden und schließlich durch den grünen Computerdaumen eines guten Freundes zum Leben erweckt wurde, feiert in diesen Tagen sein drittes Jubiläum. Für einen Blog sicher kein schlechtes Alter, auch wenn er der Zeit inzwischen ein paar Falten verdankt und sich diesem multimedialen Pimp nicht völlig verschreiben mag. Damals sollte er Ast oder wenigstens Rettungsboot sein, um im großstädtischen Nomadenleben die Seile werfen, zu den Leuten, die bedeuten. Und ein bisschen sollte magmatronic auch Bande und Übergangslösung sein für den surrealen Plan, irgendwann einmal gebunden unter Frisch zu liegen. Aber die Zeit entfernt davon. Nicht, dass man nicht schreiben müsste – nur für andere Dinge, zum Beispiel ein Diplom. Und inzwischen schwimmen fertige Kapitel irgendwo in Zimmer und Dateiordnern rum, die mit der Zeit selbst etwas fremd vorkommen. Korrektiv der Verzögerung also. Insofern wird noch Zeit ins Land gehen und mindestens bis dahin wird magmatronic mit Sauerstoff versorgt. Oder magmatronic versorgt mit Sauerstoff – so ein Huhn-Ei-Ding. Und vielleicht bekommt man irgendwann mal einen Preis dafür, dass man trotz Blogdasein die brotlose Kunst beherrscht, auf eine so kryptische Art zu schreiben, dass sich dennoch kaum einer einen Reim darauf machen kann. In diesem Sinne, schön, dass ihr alle lesen könnt und das ausgerechnet hier macht.
Cheers.

4. Januar 2010

The Art of: Jahreszeiten

jahreszeiten

Die Autos schleichen bei diesem Wetter unter der orangefarbenen Decke so langsam aneinander vorbei als wollten sie sich gar nicht voneinaner entfernen. Und das Wetter gibt sich mächtig, dabei weiß jeder, dass Schnee nur kurzweilig die Sicht ändert. Von Dauer ist das Theater nicht. Bald wischt man sich wieder den braunen Matsch von den Schuhsohlen und dann tritt man morgens wieder aus der Haustür und es riecht nach flimmernden Asphalt in der Großstadt und Hundescheiße auf den gemähten Wiesen. Und der Wind weht einem so warm um die Ohren, dass man das Heizen im Winter belächelt. Bis dann irgendwann wieder die Bäume das Bunteste in den Straßenschluchten sind und man den Kauf von gefütterten Handschuhen in Betracht zieht. – Was die Menschen auf den Galápagos-Inseln alles verpassen; tz.
(Hach, beachtlich, wie gut man Melancholie mit einem “tz” am Ende relativieren kann.)

1. Januar 2010

2o1o

unbeschrieben
(via)

Erste Januare haben so etwas Originalverpacktes mit Sichtschutz an sich. Heute rattert der Spielzeugautomat und man hofft, dass er in den nächsten 364 Tagen nicht so einen fiesen bunten Zuckerkaugummi ausspuckt sondern einen im Dunkeln leuchtenden Flummy. Oder man hofft, dass wenigstens so ein Plastikei mit Spielzeug drin hinter der Klappe auf einen wartet. In jedem Fall wünsche ich euch folgende Erwartungshaltung: tadaa.