30. April 2010

Vermöbelte Straßen

Der 1.Mai steht vor der Tür und mit ihm die ersten Schrankwände für Straßenbarrieren und Sofas für die Pause zwischendurch. Vielleicht sollten einige an diesem Tag aber einfach mal was anderes machen als Sparkassenscheiben einwerfen. Man denkt da zum Beispiel an sowas:

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27. April 2010

Pest vs. Cholera

Diese so genannten sozialen Netzwerke haben ja durchaus auch schon amüsante Dinge hervorgebracht, zum Beispiel den Flashmob, bei dem nach der Bundestagswahl aufgerufen wurde, in der FDP-Zentrale anzurufen um nach den Worten „Entschuldigung, ich habe mich verwählt“ wieder aufzulegen. Dass man nun aber die Nummer 1 Platzierung des neuen RTL-Castinggewinners ausgerechnet mit dem Aufruf verhindern wollte, Blümchens „Boomerang“ zu kaufen, ist irgendwie – hmpf – seltsam. Es gibt so viele famose Lieder, die man aus der Versenkung hätte kaufen können. Aber das – pff. Und jetzt findet diese, nennen wir sie frühere Gesangsdarstellerin auf dem 7.Platz der Musikcharts im Jahr 2010 statt. Hm, was genau wollte man denn da verhindern. Diese Top 10 sind nun für die Ohren ähnlich anstrengend wie ein zweistündiges Radioformat, in dem Katja Burkard Jürgen Rüttgers interviewt.

26. April 2010

Gitarrengeschrammel


(via)

Gute Musik ist ja so streitbar. Für einen selbst muss sie ja nicht tanzbar sein (wenn man bedeutungsschwangers-melancholisches-Bierflasche-durch-die-Luft-Schwenken nicht mitrechnet). Man kann ja auch nichts dafür, dass es völlig genügt wenn bodenständiges Gitarrengeschrammel und Herzbaustellentexte zusammenkommen, die einen selbst in der Eisdiele arg traurig machen können.
Ein Beispiel – Mumford & Sons - hat es ins Radio geschafft, was einen jeden Morgen beim Zähneputzen freut und ein Bein auf den Fließen wippen lässt.

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Und auch der Fachmann für ausgekugelte Herzen schreibt noch immer Lieder, die man bevorzugt gegen 2AM auf dem Nachhauseweg so sehr versteht, dass einem Graugänse auf die Haut fliegen und man fast dem Gedanken erliegt, die richtigen Kurznachrichten an die falschen Menschen zu senden:

25. April 2010

from season to season

Die Woche:
Viel Arbeit, eine gute Sendung und der mehrfach fließende Übergang zum Feierabendbier mit den Kollegen (die durchaus auch gleichzeitig tatsächlich Freunde sein können, ohne, dass man sich Sorgen um eine wegbrechende Freizeit macht.)

Das Wochenende:
Entscheidungen gefällt:
1. Gisbert zu Knyphausens famoses neues Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ gekauft


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2. Kurze Hose beim Mädchenausflug ins Kölner Rock On erworben
3. Gewählt

4. Audio: Englisch – alle abspielen – Playknopf (Inzwischen ist der Puls vom DVD-Gucken und Nichtbewegen so angenehm ruhig und man glaubt fast, man lebt in New York City und hat Freunde, die Ted, Robin, Marshall, Lily und Barney heißen. Awesome. Und die Pollen fliegen frustriert weil erfolglos am Fenster vorbei.

20. April 2010

Die Überbewertung der Birke

“Schilddrüsenunterfunktion” ist kein schönes aber erträgliches Wort:
- Dagegen gibt es Tabletten.
- Darüber gibt es tröstende Lieder.
Aber Herr van Dannen hat noch kein Lied über “Allergisches Asthma” geschrieben. Noch nicht einmal das Wort “Pollenasthma” kommt in einem seiner Texte vor. Und das beunruhigt, denn der Mann singt sogar über schmutzige Fenster.
Man muss auch mal darüber reden können, dass die Erde nicht untergeht, wenn man einfach alle Birken dieser Welt fällt und dafür Kastanien pflanzt. Denn die Birke ist, sind wir mal ehrlich, der Jörg Pilawa der Laubbaumwelt: irgendwie überall und eigentlich ungemocht.
“Keine Gnade, das ist schade, aber so ist die Natur.”

18. April 2010

kind of nature

Das Schöne an Natur ist ja, dass man sie fotografieren und ohne die Nebenwirkungen ins Zimmer hängen kann, die einem das Original schenkt: Niesen und Schnupfen. Nur wenn dann trotz Asche alles blau da oben ist, zieht es einen ja doch wieder raus wie den Freiheitsstatue-Magneten an den Kühlschrank. Famos, dass in NRW Industriekultur groß geschrieben wird und man blühende Bäume wenigstens mit rostigen Metall kombinieren kann. Ein Fest für Kameraausrüstung und Nasenschleimhäute.

17. April 2010

Kräne

Wenn Samstage erst gegen 12Uhr ihre Zähne putzen, gehören sie zu den guten. Und dann treiben sie einen mit Blumenerde auf der Schulter durch Baumärkte und entspannt ohne Ziel durch die Altstadt, sodass man am Ende irgendwie zufrieden feststellt alles und nichts gemacht zu haben. Gründliches Leben also.

“Diese Tage sind so fern von allem, Hitze und Beton. Die große Stadt sie liegt da wie ein verwundeter Vogel, so auch ich, so auch ich. Ich denke und denke wie immer viel zu viel. Immer ist da irgendetwas, das mich einlullt und mich lähmt, und ist es nicht die Hitze, dann meine Dickköpfigkeit oder meine dünne Haut. Und ich warte auf den Abend und seine kühlende Hand unten am Fluss mit den Füßen im Sand, der Blick auf die gewaltigen Tiere mit metallenen Krallen mit Neonlichtaugen und die Container die fallen unter grandiosem Gepolter in den hungrigen Bauch eines uralten Frachters und mein Herz das poltert auch.” (Der Knyphausen)

16. April 2010

Wait for it

Der Blogname verpflichtet: Man kann ja nicht immer alles beweisen, aber man ist davon überzeugt, dass auf den eigenen Schränken und Regalen bereits die erste Vulkanasche niedergerieselt ist. Schade eigentlich, denn das kommende Wochenende war doch schon so unheimlich verplant:

“When I get sad, I stop being sad and be awesome instead. True story.” Barney Stinson

10. April 2010

Wellen schlagen

Wenn es traurige Häuser in Düsseldorf gibt, dann irgendwie die am Medienhafen. Die legen sich schon freiwillig in Falten noch ehe die Zeit an ihnen nagt. Und immer wieder stellen sich Menschen vor sie und wollen ein Andenken. Und dann kommen auch noch die Leute, die sie mögen, weil sie sich selbst darin spiegeln.
Man sollte ein Leben lang allein mit der Kamera reisen und alles festhalten, was nie festzuhalten sein wird.

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