31. August 2010

I’ll be ready

Noch ist es schön, zu merken, dass man älter wird.

Die 90er waren genau genommen die zehn Jahre im Leben, die man in der prallen Mittagssonne verbracht hat – Alles was in dieser Zeit auf die Haut kommt, hinterlässt einen Abdruck. Und das Schöne: durch Nostalgie aufgeladen erhält selbst Schrott die Legitimation zum Starksein.

Und Schrott am Strand ist immer noch besser als nur Schrott. Insofern: an dieser Stelle eine kleine Hommage an die Serie, die früher an Nachmittagen Sand ins Wohnzimmer gebracht hat und die fast so cool war wie Knight Rider, eine Ode an die Reduktion von Handlung, Schauspieltalent, Lebensnähe und Strandmodenstoff. 20 Jahre Trashserie.

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28. August 2010

Kräne schmieden

Diese Tage sehen aus wie die Bäckereiauslage kurz vor Ladenschluss. Es liegen nur noch ein paar Teilchensorten hinter dem Glas: Berliner, aus denen die Arbeit schon quillt und Pläne, die süßer sind als Nussecken. Und mehr braucht es derzeit nicht zur Auswahl. Der Sommer klebt nicht mehr am Mundwinkel. Da sind keine Wespen mehr, die durch Ignoranz besiegt werden wollen. Die Grillwanne ist inzwischen eine Regentonne. Und es gibt Schlimmeres als Kürbissuppe, faule Sonntage und bunte Blätter. Es brodelt sozusagen schon im Heizkörper und wenn alles in trocknen Tüchern ist, gibts hier die Freeblogpremiere.

22. August 2010

Jahreszeitenmetamorphose

So langsam ist man fast etwas verstört, wenn das Wetter sich an einem Tag für nur eine Jahreszeit entscheidet. Vor allem wenn es auch noch genau die ist, die der Kalender vorschreibt. Da gewöhnt man sich gerade daran, Marshmallows in den warmen Kakao zu rühren und draußen wird es plötzlich Eisteewetter. Derzeit kann man die vorbeiziehenden Jahreszeiten kaum erwarten. Weil man aber eh nichts beschleunigen kann, wird einfach alles für die Jpeg-Ewigkeit festgehalten.

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15. August 2010

back.

Neun Wochen sind rum. Und mit ihnen auch scheinbar der Sommer. Man hat vieles getroffen: Menschen zwischen Stühlen, Teenager mit zweifelhaften Träumen, Familien mit Geschichten, bei denen sich das Herz vor Rührung verdreht, Jugendliche mit Nadelkissen am Handgelenk, Modedesigner, die Mode um ihrer selbst willen machen, Tomte…
Aber jetzt: zurück in den journalistischen Schoß, wo die Arbeit viel, die Leute Menschen, die Zimmerpflanzen Hunde und die Eisdielen ‚umme Ecke’ sind.

8. August 2010

Ursachenforschung

Man könnte ja so viele Dinge nennen, wenn man nach dem Grund für die Berufswahl gefragt wird. Man kann von der Prägung durch Hörspielkassetten erzählen, in denen Karla Kolumna immer vor Ort war, wenn etwas Wichtiges passierte. Man könnte großspurig von Bob Woodward und Carl Bernstein reden. Oder man könnte einfach sagen, dass der NC am Besten zu diesem Studiengang gepasst hat. Man kann aber auch einfach ehrlich sein und gestehen, dass man mit 14 Jahren aus nur einem Grund den Entschluss für diesen Beruf gefasst hat: Man wollte vor der Bühne stehen dürfen und famose Fotos berauschender Bands machen. Gestern war dieser Tag. Und dann steht man da und stellt sich die Frage: fotografieren oder singen, jetzt? Profi vs. Mädchensein. Also: Fotografieren und Singen. Man hat ebenso intensiv gesungen wie geknipst. Ein Song – 100 Fotos, macht insgesamt 300 Bilder. Ein Gefühl wie damals im Kindergarten, als der Weihnachtsmann kam und man nachdem man an der Reihe war, erleichtert und glücklich mit dem Geschenk zu seinem Stuhl zurückschlunzte und dabei merkte wie die weichen Knie langsam wieder Halt bekamen.
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3. August 2010

Grashalm im Mund

So langsam ist alles wieder sattgrün. Gegen das nächste Asphaltflimmern, Balkongrillen und Sonnenbrand auf der Nase ist also nichts einzuwenden. Man hätte zwischen Planen, Arbeiten, Lesen und Schlafen noch Zeit für sowas.

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2. August 2010

Istanbulli

Vor ein paar Monaten stand er mal eine Weile altmodisch charmant auf dem Hof rum, wirkte wie ein Walkman oder gar ein Plattenspieler zwischen Hightech-MP3-Playern mit eingebauter Temperaturanzeige. Aber Neid hatte er gar nicht nötig. Denn entgegen aller Vermutung hats der alte Herr sogar noch Mal bis nach Istanbul geschafft – der Bulli. Und von dort aus macht er seit heute seine alljährliche Bustour, diesmal quer durch die Türkei und an Bord sind die Fernsehriesen, die sich (siehe Ende des Films) vorzüglich über WM-Erfolge der Nationalelf freuen konnten. Mehr Gutes gibts ab jetzt montags bis freitags 18:50Uhr in der Aktuellen Stunde der alten Dame WDR oder hier.