29. November 2010

Und wir schalten nun live in die Höhle des Diplomlöwen

So siehts aus, der +++Diplomticker+++ meldet folgende harte Fakten: In den vergangenen 5 Tagen wurden 84 Nachrichtenausgaben gesehen und jeweils 70 Codierbögen und Transkripte erstellt. Die Augen haben inzwischen also Stoppschildform angenommen und Nachrichten im Fernsehprogramm lösen derzeit Abneigung und Verachtung aus. Deshalb wird der erste freie Tag nach acht Diplomtagen nun mit Fertigplätzchenbacken, Weihnachtsmarktbesuch und DVD gucken gefüllt. Und da nun einer gestorben ist, den man früher nie lustig fand, dessen humoristisches Potenzial sich einem aber vor zwei Jahren während einer Erkältung inklusive Medikamenteneinnahme umso mehr offenbart hat, gibt es schon eine erste Idee für den DVD-Konsum. Außerdem kennt man gute Menschen, die großartige, richtige Witze in großartigen, falschen Momenten reißen können und über diesen Mann immer ansteckend kichern:

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+++ Und noch eine kleine Vorankündigung: Bald ist ja wieder dieses so genannte Weihnachten. Und in diesem Jahr wird die Sache mit dem nötigen Ernst angegangen und es wird einen kleinen, chaotischen aber mit Liebe, Geduld und Spucke gemachten Adventskalender hier geben. Man kann hier also 24 Tage lang neue Einträge lesen, mit kleinen Zeitvertreibern, Suchbildern, Videos, Musiken, exklusiven Enthüllungen (what the hell is wikileaks) und eventuell auch Gewinnspielchen. Ab dafür. +++

25. November 2010

Mädchenstoff

Zugegeben, es ist ganz arge Mädchenmusik. Aber man hat sie mal in irgendeiner US-Show gehört, inzwischen läuft sie hier auch im Radio und vielleicht darf man Musik und Video einfach auch gut finden, weil der zweite Vorname Kassette lautet. (Jep, man darf.):

24. November 2010

Winterdiplom

Draußen bohrt sich der Winter in den Rosenkohl, die Kinder schreiben „Ey, Alter“ auf die angelaufene Straßenbahnscheibe und die Hunde kacken lieber auf den Bordstein vor dem Hauseingang als über die nassen Wiesen zu rennen. – Es ist endlich Zeit für Weihnachtsdekokaufrausch, Glühweinzuckerschock und Wolfgang&Anneliese. Und das obwohl man von morgens bis abends Nachrichtensendungen anschauen muss. Zu den fünf derzeit am meisten genutzten Worten zählen Codierbogen, Validität, Reliabilität und Keine Zeit. Aber die Motivation ist hoch – denn auch der letzte große Arbeitskollegenbruder ist nicht länger Kommilitone. Und die Leipziger Grande Dame of Käsekästchen kann sich wahrscheinlich schon gar nicht mehr an die gemeinsamen Mensaessen erinnern, so lang klebt schon das Diplom mit Magneten an ihrem Kühlschrank. Also wird der Wecker gestellt und man sitzt mit höckster Disziplin im Dunkeln an der Diplomarbeit bis es erneut dunkel wird.
Mit etwas Glück weiß man in vier Wochen noch etwas mit der Außenwelt anzufangen und hält Empathie nicht für einen Konservierungsstoff. Ab und zu klingelt zumindest der Postbote für ein Autogramm ohne Widmung. Und auch der Vermieter kommt gern mal Freitagabends unangekündigt vorbei und informiert einen, nicht ohne (vermessenen) Hintergedanken, über die Missstände im deutschen Gesundheitssystem über die “unbedingt mal berichtet werden müsste.”
Aber grundstätzlich gibt es nichts zu nölen. Denn fast alles läuft so gut, dass man optimistisch Wunderkerzen in die frostige Luft halten möchte. Und der Rest beginnt auch bald wieder so zu leuchten und zu blinken wie ein Wasserfallbild im chinesischen Restaurant. Und das Schönste: Da man eh nur noch mit dem Notebook Zeit verbringt, wird in den verbleibenden Tagen des Jahres noch mal häufiger derbe an der Kurbel der Blogdrehorgel geleiert.

14. November 2010

drenched

An diesem Wochenende fiel so viel Regen, dass man allein vom Zuschauen keinen Durst mehr hatte. Zum Glück hatte ein Nachbar das Paket aus Übersee angenommen. Dadurch musste man fast gar nicht das Haus verlassen. Und der eine ersehnte freie Tag pro Woche wurde amerikanisch gefeiert: Mit einem denkwürdigen amerikanischen Buch, einem amerikanischen Serienklassiker, amerikanischen Talkshows, einem amerikanischen Actionfilm (Leider war da wieder die Veronica Ferres Hollywoods Nicolas Cage mit genau einem Gesichtsausdruck dabei.) und mit amerikanischer Esskultur (Frozen Yogurt&Coke Zero). Oh my gosh – Wenn man nicht aufpasst wird dieses Land noch zum Lieblingsland glorifiziert. Wie das nur wider besseren Wissens passieren konnte. Vielleicht ist der feinsinnige Joshua-Radin-und-Brillen-Homie William Fitzsimmons (grazie boccia) ein bisschen Schuld:

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Aber es gibt ja auch hier atemberaubende Gitarrenmusiker, die Hunde selig in den Schlaf befördern. Zum Beispiel zwei aus dem Düsseldorfer Künstlerviertel Köln: Polyana Felbel.

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7. November 2010

Windelwunder

Zu den gigantischsten Dingen gehört derzeit, die kleinen smarten Menschen von großen guten Menschen im Arm zu halten und ihre Erdnussflipsgroßen Finger und die gelungen in Denkerfalten gelegte Stirn zu bewundern, bis sie dann beginnen zu schreien und schlafen/essen/kacken wollen. Aus sicherer Entfernung beobachtet, rocken die Knirpse aber immer noch so sehr, dass alles andere ein Sack Reis in China wird.