Freunde der Realität

“Und hört man: ‘Es gibt Leben auf einem fremden Planeten.’
Dann ist man aufgeregt und gleich ganz Ohr,
denn man stellt sich unter Leben,
ja, man stellt sich unter Leben, so gerne etwas Großartiges vor.”

Wenn man irgendwann aufwacht und merkt, dass man nicht mehr daran denkt und der erste Gedanke ist eben der, endlich nicht mehr dran zu denken, dann hat man nichts gelernt und jede Weiterentwicklung war eine substanzielle Täuschung. Als wäre der eigene Schatten nur durch einen Sportler einer Stabhochsprungnation zu überwinden, um zu verwinden. Und dann ärgert man sich, dass man früher nicht sportlicher war.
Und dann wacht man nachts auf weil es draußen lautstark Funken schlägt und man ist neidisch weil man selbst die Sprache verloren hat; keine Worte mehr findet. Dann gibt es doch Worte im Kopf und im Dunkeln angelt man mühsam den Stift, nur um dann zu merken, das einzig aufzutreibende Papier sind die 10 Rollen im Bad. Dann ist klar, es läuft was falsch in dieser wenig großzügig geschnittenen Wohnung, in diesem viel zu groß geschnittenem Leben.

“Ich weiß nicht warum ich dich liebe, mein Typ bist du eigentlich nicht.
Und ich mag eher lustige Menschen, du bist viel zu traurig für mich.

Du bist mir viel zu traurig, du bist mir viel zu schön
und du bist viel zu gut für mich, aber es wird schon gehen.
Denn ohne deine Liebe, das geb ich so gerne zu,
wäre ich mindestens hunderttausend Mal so traurig wie du.”

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